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Höhenluftkurort Frauenwald i. Thüringen (Dorfstraße)

1218 stiftete Graf Poppo XIII. von Henneberg eine Kapelle für das Kloster Veßra, das seine Nonnen hier ansiedelt.

Sie wurden "zu den frawen auff dem wald" genannt.

 

Ursprung des Ortes ist die alte Handelsstraße (Erfurt- Nürnberg-Geleitstraße, oder auch

Hohe Straße genannt) auf dem Sonnenberg!

Um das Kloster siedeln sich Köhler, Waldarbeiter und Fuhrleute an.

Entstehung eines Ortes

Im Jahre 1500 entsteht das erste Gewerbe- die Mahlmühle am Fraubach und die Schneidemühle am Tränkbach.

1528 wird der Schultheis zu Frauenwald mit dem Schankrecht belehnt

1631 wüten die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges über die Berge. Tilly,Gustav Adolf und Altringer hinterlassen ihre Spuren, der "Tillyfelsen" und der "Soldatenbrunnen" blieben ihre Zeugen.

1691 entsteht die jüngste Siedlung am Rennsteig- der kleine Ort "Franzhütte", heute besser bekannt unter dem Namen Allzunah, am Fuße des Großen Hundskopfes mit seinen 824m.

1691 die Glasindustrie entwickelt sich in Frauenwald- Franz Wenzel erhält die Genehmigung zum Bau einer Glashütte.

1700 ist "der Frauen Wald" Station einer Hamburger Postkutsche.

Das heutige historische Gasthaus "Zu den Drei Kronen" wird, nachdem die alte Schenkstatt abgebrannt ist und sich die beiden Brüder nicht einig wurden, unter dem Namen "Unterer Gasthof" neu aufgebaut.

Am 03.08.1831 wird die Kirche, die nach den Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel gebaut wurde, neu eingeweiht. Dieses Fest wird bis in die heutigen Tage noch am ersten Sonntag nach dem 3.August traditionell gefeiert.

1900 zieht es die ersten Urlauber nach Frauenwald

1913-1965 gibt es eine Bahnverbindung zwischen Frauenwald und Bahnhof Rennsteig über Allzunah. Die kleine Dampflok wird von Einheimischen liebevoll "Laura" genannt.

Wintersportplatz in 800m Höhe

In den 30´er Jahren erhält Frauenwald den Status "Staatlich anerkannter Luftkurort und Wintersportplatz". Es gibt sogar eine D-Zug Verbindung von Berlin nach Frauenwald.

1938 hat die Statistik festgestellt, dass die Urlauberanzahl auf knapp 7 000 Urlauber im Jahr angestiegen ist.

Frauenwald heute:

Ca. 1124 Einwohner, fränkische Mundart, seit 1999 staatlich anerkannter Erholungsort, im Jahr ca. 38 000 Übernachtungen, tradionelles Handwerk und Gewerbe (Glasapparate und Kunstglasbläser), reges Vereinsleben

Charakter des Ortes: umweltfreundlich, familien- vor allem kinderfreundlich,

aktive Erholung zu jeder Jahreszeit möglich: Wandern, Reiten, Radfahren, Mountainbiken, Jagen, Wintersport, Schlittenhunderennen...

 

"Du kasst en die ganze Welt naus gegehr, ower so schöa

wie in Frawahld fennstes net mehr"

Karl-Heinz Scherer